mann porträt foto bart

Holocene

„Hüte dich dein Leben lang davor, Männer nach ihrem Erscheinungsbild zu beurteilen.“ — JEAN DE LA FONTAINE

Ich erinnere mich gerne an seine Worte und über einige denke ich noch nach. Ein Versuch der Beobachtung.

rothaariger mann mit vollbart und tattoos
Holocene
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Holocene
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Holocene
In dieser minimalistischen Schwarzweißaufnahme erscheint der Körper wie eine plastische Form im Raum. Die seitliche Haltung, das fokussierte Licht und die texturreiche Haut erzeugen eine skulpturale Bildwirkung. Bart und Tattoo fungieren als formale Elemente innerhalb einer reduzierten Komposition. Die Fotografie versteht sich als zeitgenössische Auseinandersetzung mit Körper, Oberfläche und Präsenz.
Holocene
Die Fotografie untersucht den menschlichen Körper als Ausdruck von Identität und Selbstbild. Bart, Tattoo und Schmuck werden zu visuellen Zeichen individueller Geschichte und körperlicher Aneignung. Durch die konzentrierte Bildsprache und den dunklen Hintergrund entsteht ein intensives Porträt, das zwischen Dokumentation und künstlerischer Konstruktion oszilliert. Die Arbeit bewegt sich im Feld zeitgenössischer Kunst- und Porträtfotografie.
Holocene
Dieses Schwarzweiß-Porträt zeigt eine Person mit langem Bart, tätowierter Brust und markantem Körperschmuck. Die reduzierte Inszenierung und der direkte Blick betonen Individualität, Körperlichkeit und Präsenz. Licht und Kontrast verleihen dem Bild eine zeitlose, fast skulpturale Wirkung. Die Arbeit ist in der zeitgenössischen Porträt- und Körperfotografie verortet und thematisiert Identität, Selbstinszenierung und Sichtbarkeit.
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8. Mai 2014

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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Der Korb meines Rotkäppchens war irgendwann gefüllt mit Sorgen, bis zum Rand. Sorge. Vorsorge. Sorge vor Sorge. Versorgen, umsorgen, (selbst)fürsorgen. Wo war das niedliche, furchtlose Mädchen geblieben? Angst oder Furcht. Egal. Beides in ordentlichem Maße vorhanden. Nur die Sehnsucht war geblieben. Natürlich. Und wenn sie nicht gestorben sind… Aber so viel(e) war(en) schon gestorben. Die Großmama natürlich. Aber auch die ein oder andere Utopie. Menschen. Vorhaben. Lieben, die Leichtigkeit.
4. Oktober 2026
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Auf dem Nachttischchen aus Holz, das neben dem knarrenden Omabett stand, lag dieses wunderschöne DDR-Märchenbuch. Es war ein dicker Brocken und die Seiten waren mit einem goldenen Schnitt verziert. Als Kind dachte ich, dieses Buch wäre ein Schatz. Denn immer, nachdem Omama mir daraus vorgelesen hatte, verschwand es wieder in einer roten Box aus dicker Pappe. Dann war das wunderschöne Cover nicht mehr sichtbar, welches mich durch meine gesamte Kindheit begleitete.
4. Oktober 2026
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selbstporträt inszeniert, sandkastenform als maske vor auge, grüner lidschatten, analog-digitaler remix, konzeptuelle porträtfotografie

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ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
24. September 2026