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Gebrochen I

Diese Serie besteht aus zwei Teilen, die sich aufeinander beziehen, auf vielerlei Weise.

Gebrochen II

Stimmen.
Nähre mich.
Sehnsucht.
Fülle mich.
Rausch.
Betäube mich.
Schlaf.
Erleichtere mich.
Stimmen.
Du bist hässlich.
Sehnsucht.
Du bist schwach.
Rausch.
Du bist krank.
Schlaf.
Du bist faul.
Stimmen.
Ich habe Angst.
Sehnsucht.
Ich brauche Leichtigkeit.
Rausch.
Ich will nicht fühlen.
Schlaf.
Ich sterbe. In Etappen.
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Gebrochen I


Das Wasser beruhigt. Für den Moment. Die Sonne auch. Sie wärmt den Bauch. Sie malt Schatten auf die „zerstörte“ Haut. Das Wasser rauscht ins Innere, breitet Leichtigkeit aus. Es darf sein. Wie auch alle Körper. Roh, nackt, uneitel. Form. Einfach nur Form. Für den Moment. Eine kurze Pause von Schmerz. Eine kurze Pause von Sucht. Pause von Scham. S–S–S. Ein Kreis. Der Kaputtness-Kreis. Kurze Unterbrechung.

Das Wasser schafft es, ihn klein werden zu lassen. Das Wasser. Dieses Zauberwasser. Herrscherin über Unendlichkeit, Schönheit und Kraft. Zubeißerin.

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29. Oktober 2025

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
24. September 2026