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BRNO-BRUGGE-(mehr B.soon)

Alle eifrigen Leser (Ja, Leser, nicht nur Blicker, Blicker könnten es übersehen haben.) dieses fotozentrischen Blogs haben es sicher schon bemerkt oder gar schon zu spüren bekommen. ANTJE MACHT JETZT DRUCK! Und nein, mit eurem TRÜMMER-Exemplar ist die Sache noch nicht abgehakt. Die sehr geliebten unter euch (okay, auch die, die finanziell sehr stark in Vorliebe gegangen sind) haben schon Antjes zweites Druckerzeugnis in den Händen gehalten. Und damit auch alle anderen es zumindest mal vor Augen bekommen, soll hier mal darauf hingewiesen werden, dass es eben noch etwas gibt, worin sich ganz vorzüglich blättern lässt.


Viele von euch kennen Antje persönlich und haben demzufolge schon oft die spannendsten und wundersamsten Geschichten gehört, die sie von ihren Reisen mitbringt. Reich und (leider zu selten) bunt bebildert erzählt sie von Juden, Friedhöfen, Backpackern, Tauben, Plätzen, Begegnungen, Sitten, Völkern, Menschen, Gefahren, Geheimnissen, Geschossen. Aber habt ihr euch nicht manchmal gefragt: Ergibt das jetzt eigentlich Sinn? Ist das jetzt glaubhaft? Sollte ich da mal gezielt nachfragen/recherchieren/selber hinfahren? Habt euch aber (warum auch immer) im Endeffekt nie getraut? Nun, eure Zweifel könnten die längste Zeit Zweifel gewesen sein und zu Gewissheiten mutieren. Oder zu bewiesenen Zweifeln auf Faktenbasis. Denn hier komme ich ins Spiel. Ich scheue kaum Kosten und gar keine Mühen, um Antje auf ihren Reisen zu begleiten und für euch, respektierte Leser, alles zu dokumentieren, festzuhalten, aufzudecken, zu entschlüsseln, übertragen und für euch verständlich zu machen. Zu Recht kommt jetzt die Frage: Was soll das? Wer ist das? Wie kommt der dazu, diese Website mit seinem Kauderwelsch zu beschmutzen? Alles verständliche Fragen, doch der Reihe nach. Was das soll, habe ich ja schon erklärt. Im besten Fall soll das ganze euch, liebe Leser, eure Lieblingsfotografin etwas näher bringen, etwas verständlicher machen, euch die Möglichkeit geben, noch mehr in den Genuss ihrer Straßenfotografie zu kommen. (Und natürlich soll es mehr Geld in die Kassen dieser äußerst konsum- und kapitalismuskritischen Künstlerin spülen. Ist ja klar. Hah!)


Wer euch Antje näherbringen will? Euch, die ihr Antje schon jahre-, jahrzehnte- oder gar lebenslang kennt? Jaha, genau, ein Typ, der erst vor etwa 8 Monaten bei Antje auftauchte. Ich also. Ich bin nichts weiter als ein kleiner Werksarbeiter aus einer Leipziger Vorstadt. Irgendwann stand ich in der Riebeckstraße und brauchte Passbilder, klingelte bei der erstbesten Fotografin am Platz, die sagte, Passbilder mache ich nicht, aber du kannst mir Kohlen holen. Gesagt, getan. Weiter fragte sie. Kannste was? Ich so: Nö. Also spielten wir StadtLandFluss. Sie verlor. Ungewohnt. Sie sagte wieder was: Wenn du was lernst, kannste bleiben. Ich fragte: Was? Sie sagte: Denk! So dachte ich und dachte, dann probierte ich und probierte. Ich putzte, modelte, schleppte Kohlen, holte Post, vergiftete Wespen, züchtete Schimmel, besorgte Nahrung, quälte mich, verehrte Füchse, tarnte mich, nix half, nix klappte, nix konnte ich. Dann sagte sie: mache Faxen. Das klappte. Bleib, sie sagte. Dann, verreise mit mir, sie sagte. Beschreib meine Bilder, sie sagte. Ich tat, was sie sagte. Der Selbstzweifel nagte. Doch ihr gefiel, was aufragte. Lass drucken, wieder sie. Und verschenken, sie. Wird gut ankommen, noch immer sie. Was ich dazu sagte? Okay. Unsicher in Wortfindung auf Papier und real Life. Aber für diese Aufgabe fiel der Spott auf mich und ich werde euch, geschötzte Leserschaft, nicht enttäuschen. Ihr müsst nur die Sperrigkeit des Beginners, das Unwissen des Proletariers oder was euch sonst so stört ertragen. Stets zu Diensten der Leserschaft, mein Mantra.

Und nun zur letzten eurer Fragen. Warum, zum Teufel, musste ich mir das Gewäsch bis hier her durchlesen? Ja, das ist natürlich Werbung. What??? Werbung??? für Werbung??? WTF aber, natürlich Werbung im positivsten Sinne. Denn, was ich euch jetzt ans Herz legen möchte, ist die erste Episode, in der ich (wie erwähnt) Frau Kröger auf Reisen begleitet habe.

Die erste Reise ging ins Herz Mährens nach Brno in Tschechien. Dort geschah in wenigen Tagen so viel, dass ein Büchlein von 80 Seiten Dicke daraus entstanden ist. Reich bebildert. Mit Liebe gesetzt. Solide gebunden. Ich würde jetzt einfach mal sagen, wer so ein Brno-Heftchen haben möchte, muss sich erstmal als würdig erweisen und folgende Frage beantworten: Warum überhaupt musste/wollte Antje ursprünglich nach Brno? Die kreativste Antwort bekommt das Heft unverzüglich aus der ersten Auflage mit Nummerierung unter 40.

Soviel von mir dazu. Nur eins noch, textlich ist das Heft gewöhnungsbedürftig, aber die Bilder sind GRANDIOS. And I Ain’t lyin`.

Tobias Crain
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Vieles hat der Herr Schreiber schon gesagt. Ja. Zu TRÜMMER bekamen ganz wilde Fanatiker ein kleines gedrucktes Geschenk dazu. Ja. Ich lasse mich bei meinen Reisen sehr gerne von ihm begleiten. Nein. Es sind nicht alle Reisen, nur die mit einem B. Ja. Es gab schon eine weitere Reise, nach Brügge nämlich. Nein. An Geld verdienen, denke ich sehr wenig bei diesem Projekt. (Wollt Ihr mich dabei unterstützen, dann bucht gerne meine Workshops oder ein Shooting bei mir!) Ja. Es wird in einem Monat oder zwei ein weiteres Reiseheftchen von uns geben. Wer Lust darauf hat, darf sich gerne schon jetzt bei mir melden. Ich merke mir dies vor, damit wir wissen, in welche Auflage wir gehen können/wollen/sollen! Wer nun aber ein BRNO-Reiseheftchen aus der ersten Auflage geschenkt bekommen mag, weiß, was zu tun ist. Einfach in die Kommentare schreiben. Und einen kleinen fotografischen Vorgeschmack auf Brügge gibt es auch noch.

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4. Mai 2019

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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