Aktfotografie Antje Kröger

Ist da etwas Lebendiges, das prangt?

Hängt es nur an einer Schnur, die mal Garn war?
Verfeinert durch den Wind, die Fasern weich gebraust von sich tauschenden Winden und Tropfen und Sonnen.
Dreht es sich nur – beschwingt von Federn. Der Drehmoment wird bestimmt durch das Gewicht.
Dieses die Schnur gen Boden trimmt.

Dreht es sich lose? Rinnt … nimmer mehr lose. Die Zeit vernimmt Rufen aus dem Etwas, das Lebendig gerufen werden will.
Pendelt am Starkstromkabel an?
Wird nicht einmal braun- im Zwischenraum pendeln, geknüpft mit einem Knötchen.

Dass es sich nicht gelöst hat – der harte Garn ist weichgespült, ist … ein Wunder.
Gerne gesehen.
Gerne gesehen ist das Lebendige – in machen Kreisen auch das Morbide.
Ist das Morbide nicht kreisend, um die Schnur pendelnd..so leblos nach unten, das sich wundernd, das es überhaupt noch Inhalt trägt?
Lebendiges wird schwer- Totes ist leer.

Sind dann auch die Blumen, die abgeschnitten in einer Vase standen, das Etwas lebendig gehalten werden will.
Öfter mal wollen.
Wollen die Blumen wieder aufblühen, ihre gelben Narben aufrichten, uns zu grüßen, begrüßen in die Nasen ein fliesen- niesen werden wir lachen dem Boden zu fallen.

Fangen uns die Narben auf?
Ihre Düfte treiben durch die Narben nach Außen durch die Luft, sind ein Garn, der uns zu Was führt? Durch die Nase durchflutets den Körper – geht ins Außen über.
Wieder in der Luft- wirds zu Garn. Fest in einem Paket zugeschnürtes Wir – von Narben und Duft.
Nie werden wir hängen in der Luft. Abdriften und pendeln doch nicht mehr im haltlosen Raum reisen.
Kreisen um uns selber drehen, Garne mit drehen weder reißen, noch los beißen.
Nur, wenn der Duft verfliegt, eine Gestank obsiegt, dann ist der Garn zum losreißen bestimmt.
Werden wir das Pendeln erweichen. Was werden wir?
Zum Wir im inhaltsleeren Raum. Fäden spinnen wir uns und bandeln uns an – alleine.

NM

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4 thoughts on “Ist da etwas Lebendiges, das prangt?”

  • Beindruckend!
    Bilder die mich beschäftigen. Ich kann mich nicht erinnern, beim betrachten eines Bildes, je solche Disharmonie in mir gespürt zu haben.
    Gesicht, Körper, Pose – flüstern, schreine, weinen, lachen – stark und schwach. Alles auf einmal.

    Ich werde mich mehr mit Antje Kröger beschäftigen!
    Mit besten Grüßen
    Alexander

  • Hallo Antje,ich finde Deine Fotos sehr interessant, kann sie aber nicht verstehen, leider. Wenn ich könnte ,müsste ich unbedigt bei Dir einen Workshop über Porträtfotografie machen. Geht leider nicht aus gesundheitlichen Gründen. Ich glaube von Dir alle Beiträge gelesen zu haben, auch habe ich all Deine Fotos gesehen. Bin ständig am grübeln, wie ich es einrichten kann,doch mal bei Dir einen Kurs mitzumachen. Vielleicht fällt mir noch etwas ein. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und bleib gesund. Mit vielen lieben Grüssen , Ingo

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2. Februar 2016

Antje Kröger lebt und arbeitet als freie Fotografin und Fotokünstlerin in Leipzig. Das Spektrum ihrer Tätigkeit reicht vom Portraitieren anspruchsvoller Einzelkunden bis hin zu umfassend fotografisch künstlerischen Arbeiten in den Bereichen Werbung, Musik, Mode, Film, Theater etc. Im Fokus ihrer Arbeiten steht der Mensch, die Kommunikation mit dem Gegenüber ist der Schlüssel ihres Werks.

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ich bin die form, in der diese serie (und auch ein seminar, welches ich anbieten werde) überhaupt erst denkbar wird. mein körper, mein status quo, hier und jetzt, inszeniert, gestellt, verstellt vor meinen kameras. beziehung ist das wort für das, was zwischen mir und der fotografie entsteht. zwischen mir und mir, zwischen dem, wer ich gerade bin, was ich weitergeben will, und dem, was ich selbst noch lerne. deshalb zeigt sich die serie „zweimal“: analog mit großformatkamera, auf altem orwo-fotopapier, das aus einem land stammt, in dem auch ich sozialisiert wurde, bevor es aufhörte zu existieren. und digital, in farbe, mit der technik unserer zeit. denn ich bin beides: das damals und das jetzt, ohne dass eines das andere widerlegt.
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