Alles ist vergänglich.
Sicherlich auch die Angst.
Das muss so sein.
Auch sie wird alt und älter.
Beißt zum Schluss ins Gras,
wie alle(s) andere(n) auch.
Kuh beißt ins Gras.
Soldat beißt ins Gras.
Mutter beißt ins Gras.
Schönheit beißt ins Gras.
Winter beißt ins Gras.
Demokratie beißt ins Gras.
Liebe beißt ins Gras.
Angst beißt ins Gras.
Sie hat so viele Gesichter. Diese Angst. Das neblige ist sein derzeitiger Favorit.
Im Nebel kennt er sich aus. Dort kann er verschwinden, ohne sich zu verlieren. Doch dann knackt irgendwo ein Ast, ein Ton zu laut, ein Schatten zu nah, und der Nebel schließt sich wie ein Maul.
Der Nebel lacht. Nicht laut. Nur vibrierend. Nur so, dass man es im Brustbein spürt. Die Welt hat keine Richtung, nur noch dieses Rosa, dieses würgende Rosa, das sich über ihn spannt, als müsse es sie zudecken bis zum Verschwinden.
Attacke. Attacken.
Vielleicht bin ich gar nicht mehr hier? Vielleicht bin ich längst drin, im Nebel, im Maul, im Schlund.