Antje Kröger | Fotokünstlerin

B-Sides

Posted by on Dez 15 2014

Es gibt so viele Fotos, die niemals ans Tageslicht dürfen, weil sie nicht in Serien passen oder irgendwie nicht beachtet werden. Immer wieder tut es mir leid, aber meist bin ich da sehr streng. Meist schlummern sie dann einfach auf der Festplatte oder im Negativ-Ordner, aber manche kämpfen sich an die Oberfläche, ganz langsam. Ein paar dieser ” Kämpfer” zeig ich hier, alle in bunt, alle aus verschiedenen Jahren, alle mit ganz viel Freude.

portraet B Sides

B-Sides

tristessa B Sides

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der traum B Sides

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atme bunt B Sides

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zerbrochen11 B Sides

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drei B Sides

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toni B Sides

B-Sides

Die Seherin

Posted by on Dez 07 2014

Schon wieder schüttelt mich der gliederlösende Eros, bittersüß,
unbezähmbar, ein dunkles Tier. Sappho

Was mir früh auffiel: seine Angst vor Schmerz. Daß er empfindlich war. Auf körperlichen Wettstreit ließ er es nie ankommen. Ich aber, fällt mir ein, ich war berühmt dafür, daß ich Schmerz ertrug. Daß ich die Hand am längsten über der Flamme hielt. Nicht das Gesicht verzog. Nicht weinte. Panthoos, das fiel mir auf, ging weg. Ich deutete es als Mitgefühl für mich. Es waren überreizte Nerven. Viel später ging mir auf, daß, wie ein Mensch sich gegenüber Schmerz verhält, mehr über seine Zukunft verrät als die meisten ändern Zeichen, die ich kenne. Wann ist bei mir der Hochmut gegen Schmerz zusammengebrochen. Bei Kriegsbeginn, natürlich. Seit ich die Angst der Männer sah: Was war denn ihre Angst vorm Kampf, wenn nicht die Angst vor körperlichem Schmerz. Ihre ausgefallnen Tricks, die Angst zu leugnen oder vor dem Schmerz, dem Kampf zu fliehn. Doch schien die Angst der Griechen die der unsern weit zu übersteigen. Natürlich, sagte Panthoos. Sie kämpfen in der Fremde. Ihr zu Haus. Was tat denn er, der Fremde, unter uns? Man konnte ihn nicht fragen.

Christa Wolf, Kassandra – Erzählung

 

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Die Seherin

Man reist ja nicht, um anzukommen

Posted by on Dez 05 2014

November 2013, Zusammenarbeit zwischen Marc von Reth & Antje Kröger

-eng verknüpft mir diese Bildern ist auch ein anderer Beitrag in meinem Blog: klick-

Reisen bedeutete immer Bewegung – jedenfalls solange sich der Begriff der Zeit auch im Raum festmachen ließ. Ein Jahr ist der Zeitabschnitt, den die Erde für eine Umrundung der Sonne benötigt, und ein Tag jener, an dem sie sich einmal um sich selbst dreht. Uhrzeit ist auch ein Punkt auf dem Ziffernblatt. Verabredungen zu einem bestimmten Zeitpunkt sind Vereinbarungen über einen Ort, an dem sich unsrer Bewegungen kreuzen werden. Treffen sind die Schnittpunkte verschiedener Wege; sie sind Ordnung in den individuellen Bahnen – die aber auch ganz anders vereinbart oder geordnet werden könnten. Je schneller das Reisen, um so flüchtiger das Streifen der Orte, um so weniger Begegnung. (” Man reist ja nicht, um anzukommen” : Reisen als kulturelle Praxis von Karin Hlavin-Schulze)

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Man reist ja nicht, um anzukommen

Wie ein Baby?

Posted by on Nov 30 2014

Diese beiden entzückenden Damen begleiten mich des öfteren bei meiner Arbeit, die eine schon ein wenig länger als die andere…Endlich mal Fotos machen, gemeinsam, nach zwei Monaten geschafft, wie fast immer spontan und frei und pullernd und mehr, dabei der namenlose Affe.

 

“ Sie legt den Arm um meine Schulter. Wir schauen zu, wie die Sterne an Leuchtkraft gewinnen. Wir stehen auf und gehen langsam weiter. Immer weiter den Weg entlang.

” Wenn man erwachsen wird”, sage ich, ” hört man dann irgendwann ganz auf, sich klein und schwach zu fühlen?”

” Nein”, sagt sie. ” Ein Teil von dir, tief im Inneren, bleibt immer zerbrechlich und klein, egal, wie groß und erwachsen du bist.”

” Wie ein Baby?”, frage ich.

” Ja, oder wie ein kleiner Vogel, da drin im Herzen”, sagt sie . ” Und eigentlich ist dieser Teil auch gar nicht schwach. Wenn du ihn je vergisst, steckst du in großen Schwierigkeiten.”

David Almond: Mina (Mina sitzt in einem Baum und schreibt Geschichten. Sie nimmt mit der Frühlingsgöttin Kontakt auf und beobachtet Staub dabei, wie er in der Sonne tanzt. Außerdem hat sie ein eigenes Haus, in dem Eulen wohnen. Mina ist ein außergewöhnliches Mädchen und auch ein bisschen merkwürdig. Mina ist einfach anders.

 

 

 

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Wie ein Baby?

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Wie ein Baby?

Entsicherung

Posted by on Nov 23 2014

Ent.sichert. Das war meine und Sandras Reise (ich hab heut gelernt, dass sich die Italiener immer zuerst nennen, bin ich ab jetzt einfach eine Italienerin und kein Eselchen). Im Sommer war die fesche Dame bei einem meiner Workshops und an diesem Winterwochenende schon auf meinem Dach. Ich erinnere mich noch, dass ich vor ein paar Monaten vor dem Workshopatelier stand, sie mit ihrem Koffer laut über die Straße rollte und ich so dachte, “coole Socke”. Nun besuchte sie mich in Leipzig und wir gingen zusammen auf fotografische Reise im “Theoretischen”, aber auch im Praktischen. Toller, toller Mensch, Zeit, die im Fluge verging und alles auf Wiederholung gepolt.

Übrigens: Für 2015 gibt es auch schon einen Workshopplan, ich biete unter anderem zwei 3tägige ” Meisterklassen”  an, auf die ich mich besonders freue.

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Entsicherung

Das Kleid

Posted by on Nov 14 2014

Immer wieder werde ich überrascht von den Menschen und das ist gut so. Vor einem halben Jahr zirka hatte ich ein sehr wunderbares Telefonat mit jemandem, der einen Gutschein für ein Fotoshooting bei mir verschenken wollte. Gesagt, getan. Vor ein paar Tagen kam die Beschenkte zu mir und hatte ihr Hochzeitskleid dabei. Da staunte sogar ich nicht schlecht. Es war nichts abgesprochen, aber es fühlte sich total richtig an. Wahrscheinlich nicht nur ihr runder Geburtstag vor einem halben Jahr, sondern auch nach so langer Zeit wieder in das Kleid zu steigen, hatte seine Bedeutung. Ich mag ein paar Bilder hier zeigen, nur ein kleiner Einblick, weil alles andere privat ist & bleibt.

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Das Kleid

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Das Kleid

ddr foto Das Kleid

Das Kleid

Kinder des Lichts

Posted by on Nov 12 2014

Bereits im Sommer war ich Fotografin bei einem spannenden Projekt in Berlin. Kinder eines Jugendclubs wünschten sich ein Fotoshooting. Da ich mit einer der Sozialarbeiterinnen befreundet bin, ging es irgendwann ruckzuck. Aber ich mag nicht so viele Worte verlieren. Calien hat einen wunderbaren Text zu den Bildern geschrieben.

 

Die Entzweiung meines Abbildes

Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung, nichts könnte eine größere Kluft schlagen als diese zwei

Worte, die sich entfremden, sich fernhalten voneinander.

Zu kämpfen haben wir mit diesen zwei Wörtern, mit der Zeit und der Veränderung und im Vergleich

mit all den Anderen.

Akzeptanz und die Liebe zu sich selbst ist unser größter Gegner, ein wahrer Feind und der

erstaunlichste Schatz, den wir finden können.. ein Schatz so wertvoll wie kaum ein Anderer.

Suche, stolpere, steh auf, falle, finde, begib dich auf die lebenslange Suche, denn es lohnt sich!

Das Projekt „Kinder des Lichts“ ist im Rahmen einer öffentlichen Berliner Freizeiteinrichtung für Kinder und Jugendliche entstanden. Die Idee dahinter ist simpel, es muss neben dem täglichen Betrieb auch ab und zu etwas Besonderes geben. Die Ideen der Kinder stehen dabei im Vordergrund. Aus den kreativen Köpfen der Kinder entstand der Titel „Kinder des Lichts“, abgeleitet von dem Namen unserer Einrichtung Schülerclub „Lichtpunkt“. Das Thema „Entzweiung meines Abbildes“ entstand quasi erst beim Fotoshooting und bei der Sichtung der Bilder. Uns ist aufgefallen, dass einige der Kinder/Jugendlichen Schwierigkeiten mit ihren eigenen Abbildern und ihrem Auftreten haben. „Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung, nichts könnte eine größere Kluft schlagen als diese zwei Worte“. Die Idee ist es mit dem Bild in Farbe die Interaktion mit dem Gegenüber darzustellen und im Kontrast dazu in schwarz/weiß die Interaktion mit sich Selbst. An dem Projekt haben insgesamt 13 Kinder im Alter von 10-15 Jahren teilgenommen.

Dank vieler netter Menschen, die uns unterstützen, wurde die Sache zum Selbstläufer. Zu der befreundeten Fotografin Antje Kröger gesellte sich noch die Schwester eines Clubkindes, Franziska Grünwald, als Make-up Artist zur Verfügung. Durch Gangway e.V./ Demokratiefonds wurde das Ganze finanziell unterstützt. Höhepunkt unseres Fotoprojektes war die Fotoausstellung am 07. November um 17.00 Uhr im Café Maggie in der Frankfurter Allee 205.

Eine Idee; unglaublicher Aufwand hinter den Kulissen

Das Aufsetzen eines Vertrages, Organisation, Koordination und Terminfindung, regelmäßige Absprache mit der Fotografin und der Make-up Artistin, das Fotoshooting am Wochenende, Treffen mit Gangway, Besichtigung des Ausstellungsraumes, Bearbeitung und Druck der Fotos, Terminfindung und Vorbereitung der Ausstellung, Einladungen etc. Viele dieser Aufgaben erledigten wir in unserer Freizeit.

Der Tag des Fotoshootings selbst war teilweise unstrukturiert und wir würden es heute sicherlich etwas anders machen. Wir haben uns im Vorfeld zu wenig mit den Kindern zusammengesetzt, um den Ablauf genauer durchzusprechen. Wir haben den Tag auf uns zukommen lassen, mit dem Ergebnis, dass es immer wieder etwas zu beanstanden gab und mit einigen Vorstellungen nicht konträr ging. „Wie gehe ich damit um, wenn auf einmal etwas von mir verlangt wird?“ Ein Kontext, den es in unserer Einrichtung selten gibt. Ein Shooting bedeutet viel Rücksichtnahme auf den Einzelnen, Bereitschaft sich auf Sachen einzulassen, in sich zu gehen und Konzentration über lange Zeit. Auch wenn die Stimmung nicht immer die Beste war, hoffen wir dennoch, dass Jeder für sich etwas mitnehmen konnte. Sei es aus den vielen Einzelgesprächen oder das schöne Foto, dem Essen oder der Spaß im Garten, die Aufmerksamkeit um jeden Einzelnen, die Mühe und Gunst aller Beteiligten.

In diesem Sinne möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei Antje Kröger, Franziska Grünwald und Gangway e.V. bedanken.

Calien Oftring, Sozialarbeiterin

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Alte Seele Sommervogel

Posted by on Nov 02 2014

Alles Sichtbare ist Ausdruck, alle Natur ist Bild, ist Sprache und
farbige Hieroglyphenschrift…

… Denn der Schmetterling ist ja etwas Besonderes, er ist ja nicht ein Tier wie alle anderen,
er ist eigentlich überhaupt nicht ein Tier, sondern bloß der letzte, höchste, festlichste und zugleich lebenswichtigste Zustand
eines Tieres. Er ist die festliche, die hochzeitliche, zugleich schöpferische und sterbensbereite Form jenes Tieres, das vorher
schlafende Puppe und vor der Puppe gefräßige Raupe war. Der Schmetterling lebt nicht, um zu fressen und alt zu werden, er lebt
einzig, um zu lieben und zu zeugen, dazu ist er mit einem unerhört prachtvollen Kleide angetan, mit Flügeln, die viele Male größer
sind als der Leib und die in Schnitt und Farben, in Schuppen und Flaum, in einer höchst mannigfaltigen und raffinierten Sprache
das Geheimnis seines Daseins ausdrücken, nur um es intensiver zu leben, um das andere Geschlecht zauberischer und verführerischer
zu locken, das Fest der Fortpflanzung strahlender zu begehen.

Hermann Hesse. Schmetterlinge

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Alte Seele Sommervogel

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Anna Bineta Diouf, Sängerin

Posted by on Okt 20 2014

Das Herbstlicht zauberte einen Hauch Kuba in das gemeinsame Arbeiten. Bineta und mein Zusammenkommen war auf einmal doch sehr spontan, obwohl wir vor ein paar Monaten doch schon so viele E-Mails hin- und herschickten. Und dann noch der Streik der Lokführer. Alles war aufregend, spannend, intuitiv und vor allem sehrsehr spontan. Manchmal redeten wir zuviel, das Licht ermahnte uns dann zum Weitermachen. Manchmal bastelten wir lange herum am Motiv, aber immer hatten wir eine Menge gemeinsame Ideen und vor allem Lust auf Arbeit. Irgendwann war es sehr dunkel und der Hunger war gross. Zusammen kochten wir (der Streik, der Streik, Bineta fuhr erst am nächsten Morgen wieder in ihre Heimat) & machten uns über die Fotos her, kritisch und sehr produktiv. Schön, wenn sich Arbeit so wenig nach Arbeit anfühlt. Eine kleine Auswahl mag ich gern zeigen…

Anna Bineta Diouf9 Anna Bineta Diouf, Sängerin

Anna Bineta Diouf, Sängerin

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Anna Bineta Diouf, Sängerin

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Anna Bineta Diouf, Sängerin

Anna Bineta Diouf Anna Bineta Diouf, Sängerin

Anna Bineta Diouf, Sängerin

Anna Bineta Diouf2 Anna Bineta Diouf, Sängerin

Anna Bineta Diouf, Sängerin

Gewöhnung ist ein Einschlafen

Posted by on Okt 17 2014

Was man Langeweile nennt, ist also eigentlich vielmehr eine krankhafte Kurzweiligkeit der Zeit infolge von Monotonie: große Zeiträume schrumpfen bei ununterbrochener Gleichförmigkeit auf eine das Herz zu Tode erschreckende Weise zusammen; wenn ein Tag wie alle ist, so sind sie alle wie einer; und bei vollkommener Einförmigkeit würde das längste Leben als ganz kurz erlebt werden und unversehens verflogen sein. Gewöhnung ist ein Einschlafen oder doch ein Mattwerden des Zeitsinnes, und wenn die Jugendjahre langsam erlebt werden, das spätere Leben aber immer hurtiger abläuft und hineilt, so muß auch das auf Gewöhnung beruhen. Wir wissen wohl, daß die Einschaltung von Um- und Neugewöhnungen das einzige Mittel ist, unser Leben zu halten, unseren Zeitsinn aufzufrischen, eine Verjüngung, Verstärkung, Verlangsamung unseres Zeiterlebnisses und damit die Erneuerung unseres Lebensgefühls überhaupt zu erzielen.

Thomas Mann, Zauberberg

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